Samstag, 24. Mai 2008

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Jetzt ist also auch "Indy" zurück, 19 Jahre nach Der letzte Kreuzzug. Und um den aktuellen Filmtitel auszusprechen, braucht man fast genauso lange: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Die Kritiken decken dabei die ganze Bandbreite ab; ich tendiere leider in Richtung missglückte Wiederbelebung anstatt gelungene Rückkehr.

Um dem alt gewordenen Harrison Ford Rechnung zu tragen, spielt der Film 1957, womit die Nazis als Gegner ausgespielt haben und die Sowjets ihren Platz einnehmen, die aber trotz einer den Degen schwingenden Cate Blanchett recht farblos bleiben. Aufgrund post-McCarthy'scher Kommunistenhatz muss Indy von seiner Uni entlassen werden und hilft dann dem plötzlich auftauchenden Shia LaBeouf, einen alten Professorenfreund sowie den titelgebenden Kristallschädel zu suchen, dem auch die Russen nachstellen.

Die zwei größten Befürchtungen bewahrheiten sich nicht: Zum einen ist Harrison Ford mit 65 Jahren immer noch Indy und macht auch in Actionszenen eine gute Figur, ohne dass es allzu übertrieben wirkt oder dauernd ein Stuntdouble einspringen muss. Zum anderen spielt Shia LaBeouf, der schon in Transformers positiv auffiel, deutlich die zweite Geige, er wird also kaum als "Next Generation Indy" präsentiert, sondern frönt lieber seinem Marlon-Brando-Biker-Image und achtet auf seine Frisur.
Auch gibt es viele kleine und größere Verweise auf die drei Prequels aus den 1980ern, am hervorstechendsten sicher der (etwas kleingeratene) Auftritt von Karen Allen aus dem ersten Teil. Doch reichen diese Referenzen nicht, um Das Königreich des Kristallschädels als Ganzes gelingen zu lassen.

Dies liegt vor allem an der Geschichte, die weit über die religiös angehauchte Mythologie der Vorgänger hinausreicht oder eher hinausschießt und Mystery durch Science Fiction ersetzt - viel "Spaß" beim Finale des Films, das schlicht unpassend ist. Auch verläuft die Handlung nicht besonders elegant, stolpert stattdessen unmotiviert vor sich hin und muss einen verwirrten Kauz als Stichwortgeber bemühen, um von Location zu Location zu springen.

An den verschiedenen Örtlichkeiten findet dann die Action statt, leider in teils stark überzogener und sinnloser Manier. Da tauchen aus dem Nichts für ein paar Schlagabtausche peruanische Ninja-Kids auf, Indy ist generell unverwüstlich und der billige PlastikKristallschädel ist immer dann magnetisch, wenn es die Dramatik erfordert.
Das Scheitern des Films wird schließlich durch die zentrale Verfolgungsjagd im Dschungel verdeutlicht, die zwar insgesamt gut inszeniert ist, aber unter anderem einen LaBeouf zeigt, der Tarzan-like und umringt von Affen von Liane zu Liane schwingt. Wenn das nicht schon übertrieben genug wäre, ist diese Szene tricktechnisch auch noch misslungen. Dies setzt sich kurz danach fort, als Legionen von aggressiven CGI-Riesenameisen auftauchen - eine Kopie der "billigen" Skarabäen aus Stephen Sommers' Die Mumie-Reihe... Spätestens da wirft der Film alle Logik über Bord, die vorher schon nur oberflächlich vorhanden war.

Je mehr man über den Film nachdenkt, desto mehr zerfällt er in einzelne Fragmente, einige gekonnt, witzig und durchaus charmant, andere wie die oben erwähnten misslungen. Ein Abenteuerfilm soll sicher nicht zum Philosophieren anregen und muss nicht realistisch sein, aber er darf auch nicht nur Szene an Szene klatschen. Immerhin sind die Spezialeffekte meist einigermaßen gelungen und eher versteckt eingesetzt, teils aber auch von erstaunlich mäßiger Qualität. Zudem wurde oft ein Farbfilter benutzt, der die Bildausleuchtung ruiniert und selbst Einstellungen ohne augenscheinliche CGIs künstlich erscheinen lässt.

Das Königreich des Kristallschädels zerstört nicht die Figur Indiana Jones, da das alte Raubein noch am souveränsten gezeichnet wird (und eine von wohl zu viel Whisky gezeichnete deutsche Stimme aufweist). Der Film beschwört jedoch kaum den Geist der Vorläufer, zerfasert in Einzelszenen - immerhin ohne Hektik gefilmt - und bietet nicht einmal eine gute Geschichte. Es ist kein besonders guter Indy-Film und auch kein besonders guter Abenteuerfilm. [3/5]

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels | Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
USA 2008 | IMDb | OFDb
Regie: Steven Spielberg
Buch: David Koepp
Darsteller: Harrison Ford, Shia LaBeouf, Cate Blanchett, Karen Allen, Ray Winstone, John Hurt u.a.

Sonntag, 18. Mai 2008

[REC] (Barcelona Witch Project)

Auf dem Fantasy Filmfest 2000 konnte mich Jaume Balagueró mit The Nameless noch nicht überzeugen, im Gegensatz zu The Blair Witch Project, das dort damals als Highlight lief. Nun schließt sich der Kreis, denn Balaguerós neuester Film [REC] zusammen mit Paco Plaza adaptiert den "Doku-Horrorfilm": Eine TV-Reporterin macht eine Sendung über die Nachtschicht einer Feuerwache in Barcelona und von den Geschehnissen, die sich alsbald in ein Wohnhaus verlagern, sieht der Zuschauer nur das, was der Kameramann aufgenommen hat.

Wer das Blair Witch Project oder auch den Monsterfilm Cloverfield kennt, weiß also, was einen erwartet: Ein teils sehr wackeliges Bild und einen Kameramann, der so gut wie nie mit anpackt, sondern lieber weiterfilmt und auch gerne mal komische Blickwinkel wählt. Dies führt aber trotzdem alles zu einer hohen Immersion, zumal [REC] die verschiedenen Stilmittel - schwarzes Bild, Tonstörungen usw. - sehr gekonnt einsetzt, auch wenn formal leider einige Einstellungen zu sehr an Blair Witch erinnern.

Während aber bei der Waldhexe tatsächlich nicht viel passierte und nur wenige Charaktere vorkamen, ist [REC] ein im Kern sehr klassischer Genrefilm nach dem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip. Wie schrieb Jörg Stodolka in der Splatting Image, die auch im sehr guten Trailer (etwas unpassend) zitiert wird:
«Denn auch in [REC] gibt es eigentlich keine einzige Idee, die man nicht schon einmal irgendwo in einem anderen Horrorfilm gesehen hätte. Diese Standardsituationen werden jedoch derartig temporeich und en masse aneinandergereiht, daß dem Zuschauer kaum Zeit zum Atmen bleibt.»
Wobei der Film sich recht langsam und gekonnt entfaltet, während die Spannung beim Rezipienten steigt. Wenn dann die Hölle losbricht, platziert [REC] einige sehr gute Schockmomente und spaßige Szenen. Wie bei allen Filmen, die als authentische Dokumente daherkommen sollen, trübt die deutsche Synchronisation etwas das Vergnügen, inbesondere da in der allerersten Szene die Sprache und die Lippenbewegung der Protagonistin nicht zusammenpassen. Darüber sieht man aber alsbald hinweg - ein toller Film! [4/5]

PS: Das Hollywood-Remake Quarantine ist schon unterwegs :-(.

[REC]
E 2007 | IMDb | OFDb
Regie: Jaume Balagueró, Paco Plaza
Buch: Jaume Balagueró, Paco Plaza
Darsteller: Manuela Velasco, David Vert, Carlos Vicente, Ferran Terraza, Jorge Serrano u.a.

Sonntag, 11. Mai 2008

Gods - Lands of Infinity [Update]

Heute habe ich Gods - Lands of Infinity durchgespielt, ein ziemlich unbekanntes Rollenspiel, was man am Fehlen von GameFAQs erkennt (eine einfache Lösung gibt es hier [R.I.P.] oder bei IGN). Der SpielerVier hatte das slowakische Low-Budget-Rollenspiel wohlwollend vorgestellt, die Printmedien... nicht!

Wieder einmal wurde die tatsächliche Qualität eines Spiels aufgrund falscher Erwartungen übersehen. Es mag zwar unfair sein, die Tests der Zeitschriften nun auf Basis des gepatchten Spiels zu kritisieren, aber auf vom Patch behobene Details gehen die Reviews eh nicht ein - und außerdem erschien nur der letzte Patch 1.40 kurz nach GameStar 9/2006 (ich wünsche seit langem, dass die getestete Version angegeben wird).

PC Games, Thomas Weiß in 8/2006 (48%)
«Dass "deutsche Texte" als Feature auf der Packung auftauchen, lässt erahnen, wie es um den Rest steht:»
Wenn aber ein Spiel mal nicht in Deutsch ist, zählt das schon als Kritikpunkt...
«Gods ist ein Rollenspiel für Geschmacksverirrte, die Namen wie Arswaargh oder Svatopluck für eine gute Sache halten.»
An Svatopluck kann ich mich gerade nicht erinnern, aber schön, dass sich über Geschmack streiten lässt.
«Gespielt wird als Vivien, die nach Betätigung der Tastatur durch eine angeblich "fotorealistische Umgebung" schwankt. In Wahrheit ist sie nicht schöner als ein Backstein.»
Schwanken? Und die Grafik ist sicher nicht besonders herausragend, aber insgesamt durchaus stimmig. Aber immer schön am Packungstext des Publishers hochziehen...
«Bei Gegnerkontakt führt Vivien Rundenkämpfe, während die Kamera Karussell fährt. Das würde Dynamik erzeugen, so es denn klappte.»
Ja, die Kampfkamera wackelt unansehnlich herum - deswegen habe ich sie auch in den Optionen ausgestellt (Patch 1.40).
«Amüsant ist die Sprachausgabe: Ein einziger Sprecher vertonte Armeen an Figuren - in einer Stimme wie geschaffen für Vokabeltrainer vom Grabbeltisch.»
Sprachausgabe gibt es nur in Ausnahmefällen bzw. als Begrüßungssatz der verschiedenen Händler, insofern stört es nicht wirklich. Eine weibliche Stimmen gibt es übrigens auch.

GameStar, Daniel Matschijewsky in 9/2006 (45%)
«Ein Rollenspiel, das keine Rolle spielt.

Götter, zürnt nicht wegen Gods! Es will wie Gothic 2 sein, doch es ist nur ein öder Klon.»
Wer sagt, dass es wie Gothic 2 sein will!?
«Die Quests langweilen, die Welt ist detailarm und leblos. Auch die rundenbasierten Kämpfe nerven, da sie stets gleich ablaufen.»
Es stimmt, die Quests sind kaum besonders spannend, treiben aber die Handlung voran. Optionale Quests sind in der Tat rar gesäht und kommen eher in der ersten Spielhälfte vor. Die Welt ist zwar klein und in separate Örtlichkeiten aufgeteilt, aber sicher nicht leblos - andererseits will es halt auch kein Gothic mit Tagesabläufen und vielschichtigen Charakteren sein. Und komisch, dass die Kämpfe immer gleich ablaufen - liegt vielleicht daran, dass es immer dasselbe Kampfsystem bleibt!? Oder weil man mit Level 4 wie auf dem Screenshot im Heft erkennbar noch nicht viele Manöver beherrscht.
«Das Lustige an Gods sind eigentlich nur die von Publisher Frogster hochgelobten Features auf der Rückseite der Verpackung. Da ist zum Beispiel von einer epischen Story mit abwechslungsreichen Handlungssträngen die Rede.»
Das Lustige an GameStar ist, dass der Test eine Ausgabe nach dem PC Games-Review sich ebenfalls an den Packungstexten hochzieht.
«In Wahrheit steuern Sie die langweilige Heldin Lydia (übrigens der einzige Charakter) durch eine noch langweiligere Geschichte um Götter, die auf der irdischen Welt Bellarion ihre finale Schlacht austragen.»
In Wahrheit heißt die Heldin im Spiel Vivien, auch wenn auf der "lustigen" Verpackung Lydia steht. Sie ist der Hauptcharaker, aber es schließen sich ihr vorrübergehend auch weitere Begleiter an - wie auf dem Screenshot im Heft und auch auf der Packung erkenntlich.
«Von dem Krieg bekommen Sie jedoch kaum etwas mit, da Sie ständig mit öden Botengängen und dem Bekämpfen von Wölfen oder Orks beschäftigt sind.»
Die Hintergrundgeschichte spielt in der Tat leider lange Zeit kaum eine Rolle und scheint zudem sehr losgelöst vom Spielgeschehen selbst. Nur liegt dies nicht an ablenkenden Botengängen, die auch gar nicht "ständig" auftauchen. Und mehr Gegner gibt es jenseits von Level 4... Jedoch lässt deren Vielfalt insgesamt schon zu wünschen übrig.
«Kommen Sie in die Reichweite eines Feindes, schaltet das Spiel in den rundenbasierten Gefechtsmodus. Trotz diverser Taktikmöglichkeiten (Heilung oder besonders starker Angriff?) gewinnen Sie immer auf dieselbe Weise.»
Hat GameStar eine tolle Geheimtaktik gefunden? Oder auf "leicht" gespielt? Oder halt nur bis Charakterlevel 4? Es trifft bei einer kleinen Party aber zu, dass die effektiven Taktiken dort begrenzt sind.
«Doch zurück zur Packung: "Animierte Landschaft und fotorealistische Umgebung" steht da. In Sachen Detailfülle, Animationen und Effekten sieht aber selbst das über vier Jahre alte Gothic 2 besser aus. Bleibt nur noch zu beten: Ihr Götter, blickt lieber nach Oblivion. Denn dort ist alles besser.»
Ja, das Lesen der Packung bzw. des PCG-Reviews ist auch viel entspannter als Gods ordentlich zu testen. Die Grafik ist nicht gut, aber durchaus stimmungsvoll und mit netten Shader-Effekten verziert. Oblivion mag "besser" sein, aber vor allem anders.
«[Meinungskasten] Von wegen göttlich: Eine ganz persönliche Frage an die Macher von Gods: Kennt ihr Oblivion, Knights of the Old Republic 2 oder das uralte, aber immer noch brillante Gothic 2? Wenn nicht, dann solltet ihr die Titel unbedingt mal ausprobieren. So würde die Wahrscheinlichkeit auf Null sinken, dass ihr noch einmal so ein ödes Möchtegern-Rollenspiel entwickelt.»
Im Gegensatz zu den drei erwähnten Titeln ist Gods ein klassisches PC-Rollenspiel gepaart mit einem konsolentypischen Kampfsystem. Wer ein RPG der alten Schule sucht, wird es nicht "öde" finden.
«Denn in Gods motivieren weder die Story noch die Charakterentwicklung oder das Kampfsystem. Und damit ist dieser Titel überflüssig.»
Die Geschichte ist in der Tat ein Schwachpunkt, vor allem da ein bedeutender Götterkonflikt thematisiert wird, der so nicht passiert. Aber das einfache Verbessern und Aufrüsten der Charaktere hält einen bei der Stange, ebenso wie die vielleicht nicht immer abwechslungsreichen, aber vor allem später durchaus taktischen Kämpfe.

Update: Abschließend und nachträglich meine Einschätzung zu Gods - und wie damals der SpielerVier kann eine uneingeschränkte Empfehlung nicht erfolgen. Die Kritikpunkte in den oben zitierten Tests treffen im Kern schon zu und ich habe selbst noch einige nervige Kleinigkeiten bemerkt, aber wer Rollenspiele klassischer Bauart wie Wizards & Warriors (Heuristic Park 2000) oder Wizardry 8 (Sir-Tech 2001) mag, sollte ruhig zugreifen. Eine packend inszenierte und spannende Geschichte darf man halt nicht erwarten.

Trotz diverser Detailmängel - die Bedienung ist z.B. etwas umständlich, das unausgegorene Alchemiesystem überflüssig, die Animationen sind hakelig - macht Gods Spaß, weil es eben nicht übermäßig komplex ist: Sowohl Charakterentwicklung als auch Kampfsystem sind einfach zu verstehen, letzteres besonders im späteren Verlauf mit größerer Party aber nicht anspruchslos (einige Gefährten gehen leider ohne direkte Vorwarnung inklusive ihres Inventars, also save often, save early), und in der kleinteiligen Spielwelt wird man sich - auch dank guter Automap - nicht verirren.
Es ist eben keine Gothic'sche Mittelaltersimulation, denn Häuser lassen sich grundsätzlich nicht betreten, die zweckmäßigen NPCs von Tageszeiten nicht beeindrucken, Forschernaturen werden (leider) auch nur spärlich belohnt. Und wer immer die beste Ausrüstung haben will, muss ausgiebig Handel treiben, während man niemals in Dungeons hinabsteigen oder mit Rätseln hadern wird.

Gods ist ein sympathisches Spiel mit Ecken und Kanten, welches nicht kaum nervt und nicht überfordert. Das nächste Ziel ist immer vor Augen und man muss keine Angst vor "Verskillen" oder endlosem "Aufleveln" haben; ich habe normalerweise alle der meist nicht wiederkehrenden Gegner in den einzelnen Locations erledigt und kam ohne astronomisch teures High-End-Equipment sehr gut klar. Nur zwei Kämpfe waren übermäßig schwer - und im letzten Spielabschnitt musste ich dann doch auf den leichten Schwierigkeitsgrad wechseln, weil jeder Kampf Russisches Roulette darstellte. Das trifft aber nicht aufs Spiel zu.

PS: Anfang 2007 erschien eine vor allem technisch verbesserte Special Edition, die es aber meines Wissens nicht nach Deutschland geschafft hat.

Gods - Lands of Infinity (PC)
Frogster/Cypron Studios 2006 | MobyGames | OGDb
Update: Link zum SpielerVier-Artikel

Mittwoch, 7. Mai 2008

Social Networking mit CD WOW!

Vor einiger Zeit hatte ich zum ersten Mal The Legend of Zelda: Link's Awakening gespielt und plante einen Vergleich mit dem 14 Jahre jüngeren Phantom Hourglass-Ableger, welcher sicher bald in meinen Händen wäre, denn der End of Level Boss wies am 27. Februar auf eine 24-Stunden-Sonderaktion bei CD WOW! hin. Doch sollte ich mehr als ein Stundenglas beim Warten auf die Sendung brauchen und am Ende mein Spiel sich gar als Phantom entpuppen...

Die Bestellung lief ohne Probleme: Eine Registrierung bei CD WOW! - früher absoluter Geheimtipp für spottbillige CDs - war nicht nötig, ich konnte die 19,99 € bequem per giropay zahlen (abgewickelt über Paynova) und bekam eine Versandbestätigung am 29. Februar; CD WOW! versendet weltweit versandkostenfrei aus Hongkong, weswegen die Lieferzeit fünf bis sieben Werktage beträgt. Im Nachhinein fiel mir zwar ein, dass ich wahrscheinlich nicht die deutsche Version bekommen würde, aber das war mir relativ egal (leider bietet CD WOW! keine Versionsangaben zu den angebotenen Titeln).

Am 12. März hatte ich noch kein Spiel, also eine Mail an den Support geschickt. Noch am selben Tag meldete sich Johanna bei mir und stellte fest, "dass viele unserer Bestellungen mit dem Versanddatum noch nicht bei unseren Kunden eingetroffen sind." Der Zoll habe meine Ware wohl länger aufgehalten und ich möge doch noch bitte vier bis fünf Tage Geduld haben. Kein Ding!

Am 19. März ging dann meine nächste Mail an CD WOW! raus und ich bekam erneut sofort Antwort, nun von Sarah. Der Zoll habe die Ware erst am Dienstag freigegeben, die daher in ein bis zwei Werktagen da sein sollte - ein "absoluter Einzelfall". Immerhin muss neben der schnellen Reaktion auch der Tonfall des Supports gelobt werden: "Lassen Sie mich wissen, wenn ich sonst noch etwas für Sie tun kann."

Und das tat ich am 27. März. Wie gewohnt unmittelbare Antwort - aber nun plötzlich aus England und von Craig: "Can we please ask you to kindly write back in English, if possible [...]." Hm...

Wie auch immer, ich umriss kurz das Geschehen und Jacob zeigte sich am 29. März betroffen: "[...] sorry to hear you are still yet to receive your order - it really should have reached you by now." Indeed! Obwohl ich meine Adresse in der vorherigen Mail angegeben hatte, sollte ich sie noch einmal mitteilen. Auf meine Frage in derselben Mail, warum ich denn nun plötzlich Englisch schreiben müsse, hieß es: "Also like to inform you that at present we have our customer service only in english." Aha.

Am 31. März informierte mich Ersin dann, dass eine Ersatzlieferung auf den Weg gebracht wird, die auch am 3. April versandt wurde. Angekommen ist aber nie etwas, weswegen ich dezent "pissed" am 29. April CD WOW! mitteilte, dass Link immer noch nicht meinen DS besucht hat.

Kim war sofort "very sorry to hear you have not received the replacement either." Die Firmenpolitik ließe aber nur eine Ersatzlieferung zu (sonst könnte in der Tat jeder dauernd behaupten, nichts erhalten zu haben). Es werde also eine Rücküberweisung geben, die am 5. Mai auch ausgeführt wurde.

Und gestern Abend las ich, dass der End of Level Boss das Gleiche erlebt hat...

PS: Sofern CD WOW! wirklich beide Male die Spiele versandt hat: Ich hoffe die betroffenen Zollbeamten oder Postboten hatten viel Spaß mit Phantom Hourglass.

Sonntag, 4. Mai 2008

Is it that good?

GTA4 (GR)
(GameRankings.com)
GTA4 4 (MC)
(metacritic.com)

Movie Shortcuts by Dämlord

Der Dämlord hat drei kurze Filmrezensionen für euch:

Das perfekte Verbrechen von Gregory Hoblit (USA 2007)

Ted Crawford AKA Anthony "Hannibal" Hopkins erfährt, dass seine Frau Jennifer (Embeth Davidtz) ihn fleißig mit dem Polizisten Robert Nunally (Billy Burke) betrügt. Der Gehörnte fletscht die Zähne und entledigt sich mittels Waffengewalt seiner untreuen Ehefrau.

Ein Sunnyboy-Staatsanwalt names Willy Beachum (Ryan Gosling) sieht in dem vermeintlich offensichtlichen Verbrechen seine Chance, die Karriereleiter weiter hinauf zu klettern, und übernimmt die Anklage - doch Anthony Hopkins hat noch einige Überraschungen in petto...

Ich habe den Film bei zwei Bier und einer Pizza gesehen und fühlte mich die ganze Laufzeit über gut unterhalten und - nein - es lag nicht am Bier. Es ist spannend zu sehen, wie das scheinbare eindeutige Verbrechen nach und nach in ein perfides Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Anwalt ausartet. Die Frage nach dem "Wie" zieht sich als roter Faden durch den Film, die Auflösung ist letztlich tricky und zum Abspann hin denkt der geneigte Zuschauer: "Was für ein intelligenter Film!"

Ist dem denn nicht so? Nun ja, nachdem ich die Pizza verdaut und mir die Ausübung des Verbrechens noch einmal vergegenwärtigt hatte, ist mir klar geworden, dass das "perfekte" Verbrechen doch auf ziemlich
wackligen Beinen steht und im eigentlichen Sinne viel zu konstruiert auf dem Faktor Zufall aufgebaut ist. Dadurch geht dem Film leider eine gehörige Portion Glaubwürdigkeit flöten. [3/5]

I am Legend von Francis Lawrence (USA 2007)

Ein von Menschenhand geschaffener Virus rafft die gesamte Menschheit dahin! Sagte ich die ganze Menschheit? Okay, ich korrigiere: Die gesamte Menschheit, bis auf Einen - "the only one" Will Smith!

Wieso hat Will Smith überlebt? Wahrscheinlich weil er gerade der "preiswerteste" Charaktermime auf'm Markt war, höhö...
Macht es denn Spaß, Will Smith als neuzeitlichen Mad Max zu begucken? Nicht wirklich. Optisch und atmosphärisch vermag die erste Stunde noch durchaus zu überzeugen, bis Hollywood die offensichtlich CGI-(de)generierten Endzeitvampire auspackt - ab da wird es strunzlangweilig und schrecklich vorhersehbar. Potential ganz klar verschenkt und unterdurchschnittlich! [2/5]

Motel von Nimród Antal (USA 2007)

Sehr aussagekräftiger Titel... Bei diesem Film aber von einer Story zu sprechen, wäre leicht übertrieben, sprechen wir daher eher von einem Aufhänger:
Ein junges Pärchen (Kate Beckinsale und Luke Wilson) bleibt des Nachts mit dem Auto mitten in der amerikanischen Pampa liegen, doch welch ein (Un)Glück, denn ein paar Meter weiter finden die beiden - Zufall und Drehbuchautoren sei Dank - tatsächlich ein leicht versifftes Motel mit einem ziemlich dubiosen Hotelchef...

Klingt ziemlich vorhersehbar und das ist es auch! Der zwielichtige Hotelier, die unheilschwangere Grundstimmung, die blassen Charaktere sowie der Horror, der auf einmal über die Protagonisten hereinbricht - all das hat man schon in unzähligen Genrefilmen gesehen.

Während des Films fragte ich mich daher des Öfteren nach der Daseinsberechtigung dieses Machwerks. Der Schund bietet bis auf eine nett anzusehende Beckinsale keinerlei Schauwerte, Überraschungen oder Innovationen, nicht einmal Nuancen davon, gar nix! Da kann ich auch Gras beim Wachsen zusehen und hätte meine Lebenszeit deutlich sinnvoller genutzt als diesen Müll zu sehen. Allein für den öden Mist schon eine Rezension zu verfassen, ist die Zeit eigentlich gar nicht wert! Mies, grottig, ich will mein Geld zurück! [01/5]

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